Gesetzesänderungen Hauskauf 2026

Der Erwerb eines Hauses ist eine bedeutende Entscheidung – insbesondere im Hinblick auf Gesetzesänderungen, die Ihre Rechte, Pflichten und Kosten beeinflussen können. Zum Jahreswechsel 2026 treten in Österreich mehrere Neuerungen im Immobilien- und Baurecht in Kraft, die beim Hauskauf relevant sind. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Änderungen bevorstehen, was sie genau bedeuten und worauf Sie beim Hauskauf achten sollten.


Gesetzesänderungen 2026?

Die Bundesregierung in Österreich hat im Rahmen ihres Wohn- und Baupakets sowie im Zuge von Änderungen im Immobilien- und Bau­recht mehrere Revisionen angekündigt. Einige dieser Bestimmungen greifen ab dem 1. Januar 2026 oder werden zu diesem Zeitpunkt wirksam. cms.law+2twp.at+2 Es ist daher sinnvoll, Hauskäuferinnen und Hauskäufer frühzeitig informiert zu sein – sowohl hinsichtlich Verträgen, als auch hinsichtlich Finanzierung und Bauvorhaben.


Die wichtigsten Gesetzes­änderungen im Überblick

1. Neuerungen im Gewährleistungs- und Nachbesserungsrecht bei Neubauten

Ab dem 1. Jänner 2026 gilt im Bereich Neubauten, die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses noch erstellt werden oder innerhalb von zwei Jahren vor Verkauf errichtet wurden, ein zwingendes Nachbesserungsrecht durch den Verkäufer oder Ersteller. Dieses Recht kann nicht vertraglich ausgeschlossen werden. cms.law
Zudem wird eine Rügefrist von 60 Tagen eingeführt, innerhalb derer erkannte Mängel gemeldet werden müssen – eine Verkürzung durch Vertrag ist nicht zulässig. cms.law
Die sogenannte Gewährleistungs­verjährung bei unbeweglichen Werken kann vertraglich nicht mehr verkürzt werden – auch das gilt künftig für Verträge ab dem Stichtag. cms.law

Was bedeutet das für Sie:

  • Achten Sie bei einem Hauskauf (insbesondere Neubau) darauf, ob der Vertrag nach diesen neuen Regeln abgeschlossen wird.
  • Stellen Sie sicher, dass der Verkäufer bzw. Bauunternehmer die Nachbesserung übernimmt und keine weitgehenden Ausschlussklauseln im Vertrag stehen.
  • Prüfen Sie, wann der Vertrag abgeschlossen wurde – bei Abschluss vor dem 1.1.2026 gelten teilweise noch alte Bestimmungen. cms.law

2. Steuer- und Abgabenreformen bei Immobilientransaktionen

Im Rahmen des Budgetbegleitgesetzes und weiterer Gesetzesnovellen wurden Änderungen bei Steuern und Gebühren im Immobilienbereich beschlossen:

Was bedeutet das für Sie:

  • Beim Hauskauf sollten Sie die Nebenkosten sorgfältig kalkulieren – Änderungen bei Steuern und Zuschlägen können Ihre Gesamtkosten beeinflussen.
  • Lassen Sie sich über die konkreten Kosten informieren (z. B. Grunderwerbsteuer, Grundbucheintragungsgebühr, Umwidmungszuschlag).
  • Achten Sie darauf, ob bestimmte Befreiungen oder Sonderregelungen noch gelten – etwa beim ersten Erwerb von Wohneigentum.

3. Förder­programme und energetische Anforderungen in Gesetzesänderungen

Für Immobilienerwerber bzw. Sanierer gibt es ab 2026 neue Förderprogramme und Anforderungen. Beispielhaft ist die sogenannte Sanierungsoffensive 2026, bei der Investitionen in Heizsysteme und thermische Sanierung gefördert werden. Wohnnet
Auch im Wohn- und Baupaket sind steuerliche Änderungen vorgesehen, die den Bau und Erwerb von Eigentumswohnungen bzw. Einfamilienhäusern betreffen. Parlament Österreich+1

Was bedeutet das für Sie:

  • Beim Kauf eines Hauses sollten Sie prüfen, ob Sanierungsbedarf besteht – eine künftige Förderung kann Ihre Kalkulation positiv beeinflussen.
  • Achten Sie auf energetische Standards (z. B. Heizsysteme, Dämmung), da gesetzliche Anforderungen in Zukunft zunehmend steigen könnten.
  • Nutzen Sie Förder- und Zuschussprogramme – insbesondere wenn Sie Modernisierungen planen.

Worauf sollten Sie beim Hauskauf konkret achten?

  • Vertragsdatum: Stellen Sie sicher, ob der Kaufvertrag bzw. Bauvertrag vor oder nach dem 1.1.2026 abgeschlossen wurde – das beeinflusst, welche Rechtslage gilt.
  • Vertragliche Regelungen: Achten Sie auf Gewährleistungsklauseln, Nachbesserungs­rechte, Verjährungsfristen und mögliche Ausschlüsse im Vertrag.
  • Nebenkosten kalkulieren: Neben dem Kaufpreis fallen Grunderwerbsteuer, Grundbucheintragungsgebühr, Umwidmungszuschlag oder andere Abgaben an – informieren Sie sich über die neuen Änderungen.
  • Energetischer Zustand und Modernisierung: Prüfen Sie das Haus hinsichtlich energetischer Effizienz und möglichen Sanierungsaufwand – dieser kann künftig deutliche Kosten einsparen und Förderungen ermöglichen.
  • Beratung in Anspruch nehmen: Lassen Sie sich durch Fachleute (z. B. Immobilien­treuhänder, Rechtsanwalt, Steuerberater) zur aktuellen Gesetzeslage und zu den Auswirkungen beraten – insbesondere bei Neubauten oder komplexen Transaktionen.

Fazit Gesetzesänderungen

Der Hauskauf in Österreich wird durch die Gesetzesänderungen zum Jahreswechsel 2026 in mehreren Bereichen nachhaltig beeinflusst – von Gewährleistungsrechten bei Neubauten über steuerliche Änderungen bis hin zu energetischen und Förder- aspekte. Für Sie als Käufer bedeutet das: Informieren Sie sich frühzeitig, prüfen Sie Vertrags­bedingungen genau und kalkulieren Sie mit Blick auf neue Regelungen. Mit sorgfältiger Vorbereitung können Sie einen erfolgreichen Hauskauf realisieren und spätere Überraschungen vermeiden.

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