Der Gartenumzug ist ein meist unterschätzter aber wesentlicher Teil des Umzugs. Wir zeigen Ihnen, worauf es hierbei ankommt. Wer einen grünen Daumen hat, steckt oft jahrelange Arbeit, viel Liebe und nicht selten ein kleines Vermögen in das eigene grüne Paradies. Steht dann ein Wohnortwechsel an, stellt sich schnell die brennende Frage: Kann man eigentlich mit einem kompletten Garten umziehen?
Die Antwort lautet: Ja, aber es erfordert deutlich mehr Planung als der Transport von Kisten und Möbeln. Pflanzen sind lebende Organismen, die empfindlich auf Stress, Temperaturwechsel und Lichtentzug reagieren. Damit Ihre grünen Lieblinge den Weg unbeschadet überstehen, haben wir Ihnen in diesem Ratgeber die wichtigsten rechtlichen Grundlagen und logistischen Tipps zusammengefasst. Mit unserer Gartenumzug Checkliste gelingt der grüne Wechsel im Handumdrehen.
1. Das Mietrecht beim Gartenumzug: Welche Pflanzen dürfen Sie überhaupt mitnehmen?
Bevor Sie zum Spaten greifen, sollten Sie unbedingt die rechtliche Lage klären. Beim Thema Garten mitnehmen und Mietrecht gilt in Österreich eine klare Grundregel: Alles, was fest im Boden verwurzelt ist, geht laut Allgemeinem Bürgerlichem Gesetzbuch (ABGB) in das Eigentum des Grundstücksbesitzers über. Das bedeutet:
- Eingepflanzte Stauden, Sträucher und Bäume: Diese müssen im Garten bleiben, es sei denn, im Mietvertrag wurde ausdrücklich eine andere Vereinbarung getroffen.
- Topf- und Kübelpflanzen: Diese gehören rechtlich Ihnen und können uneingeschränkt mitgenommen werden.
- Selbst gesetzte Beete: Auch hier gilt: Sprechen Sie frühzeitig mit dem Vermieter. Oft lässt sich eine einvernehmliche Lösung finden, besonders wenn Sie für einen adäquaten Ersatz sorgen oder der Nachmieter den Garten anders gestalten möchte.
2. Die Vorbereitung vom Gartenumzug: Pflanzen fit für den Transport machen
Wenn Sie mit Pflanzen umziehen, beginnt die Arbeit bereits Wochen vor dem eigentlichen Umzugstag. Pflanzen vertragen den abrupten Standortwechsel besser, wenn sie optimal vorbereitet werden:
- Das richtige Timing beim Ausgraben: Müssen Sie fest verwurzelte Pflanzen umsetzen, tun Sie dies so spät wie möglich – idealerweise erst ein bis zwei Tage vor dem Umzug. Halten Sie die Wurzelballen großzügig und wickeln Sie sie sofort in feuchte Jute-Tücher oder Plastiksäcke, damit sie nicht austrocknen.
- Gieß-Stopp einlegen: Gießen Sie Ihre Pflanzen am Tag vor dem Transport nicht mehr übermäßig. Nasse Erde macht die Töpfe extrem schwer und die Wurzeln sind im feuchten Zustand anfälliger für Transportschäden. Die Erde sollte lediglich leicht feucht sein.
- Rückschnitt einplanen: Große Kübelpflanzen oder ausladende Sträucher sollten Sie vor dem Transport vorsichtig zurückschneiden oder mit weichem Garn zusammenbinden, um abgebrochene Äste im Umzugswagen zu vermeiden.
3. Der Transport: So sichern Sie Pflanzen und Gartengeräte
Beim eigentlichen Transport trennt sich die Spreu vom Weizen. Wer empfindliche Gewächse einfach ungesichert auf die Ladefläche stellt, riskiert Totalschäden. Ein professionelles Umzugsunternehmen in Salzburg weiß genau, worauf es ankommt:
Pflanzen richtig verpacken
Kleine Töpfe lassen sich hervorragend in offenen Umzugskartons transportieren. Die Zwischenräume werden mit Zeitungspapier oder Luftpolsterfolie stabilisiert, damit nichts umkippt. Große Kübelpflanzen werden im Transporter mit Spanngurten direkt an den Seitenwänden fixiert. Im Sommer ist zudem auf ausreichende Belüftung zu achten, während im Winter Frostschutzdecken unverzichtbar sind.
Schwere Gartengeräte transportieren
Vergessen Sie nicht Ihr Werkzeug: Wenn Sie Gartengeräte transportieren, müssen Rasenmäher, Heckenscheren und Co. vorab gründlich gereinigt werden. Wichtig: Bei Benzin-Rasenmähern müssen vor dem Transport alle Kraftstoffe und Öle vollständig abgelassen werden, um ein Auslaufen im Laderaum zu verhindern. Scharfe Klingen von Werkzeugen sollten mit Schutzhüllen versehen sein.
Die Jahreszeit entscheidet: Der Hochsommer ist die denkbar schlechteste Zeit für einen Gartenumzug. Die Hitze im geschlossenen Transporter kann Pflanzen innerhalb weniger Stunden irreparabel schädigen. Wenn möglich, planen Sie den Umzug Ihrer Pflanzen für das Frühjahr oder den Herbst.
4. Die Ankunft: Erste Hilfe beim Gartenumzug
Nachdem der Transporter entladen ist, haben die Pflanzen oberste Priorität. Stellen Sie alle Gewächse sofort an einen schattigen, windgeschützten Ort und versorgen Sie sie mit ausreichend Wasser.
Ausgegrabene Pflanzen müssen so schnell wie möglich wieder in die Erde gesetzt werden. Gönnen Sie Ihren Pflanzen in den ersten Wochen am neuen Standort etwas Ruhe und verzichten Sie vorerst auf starken Dünger, bis sie sich an die neue Erde gewöhnt haben.
Ihr grüner Umzug in besten Händen – Ihr Partner in Salzburg
Ein Gartenumzug erfordert Muskelkraft, das richtige Equipment und viel Fingerspitzengefühl. Überlassen Sie das Wohl Ihrer grünen Schätze nicht dem Zufall. Als Ihr spezialisiertes Umzugsunternehmen in Salzburg transportieren wir nicht nur Ihre Möbel, sondern bringen auch Ihre Pflanzen und Gartengeräte sicher und wohlbehalten an Ihr neues Ziel.
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